Jahreslosung 2018 & Visuelle Gedanken zu Gott

Jahreslosung 2018

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Der Vers zur Jahreslosung 2018 lautet:

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

Offenbarung 21,6b

 

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Auslegung zur Jahreslosung

Aribert Rothe ist ehemaliger Studentenpfarrer der Evangelischen Studentengemeinde in Erfurt. Freundlicherweise hat er mir seine Auslegung zur Jahreslosung 2018 zur Verfügung gestellt:

Zur Jahreslosung 2018

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Offb. 21,6

I

Jedem Durstigen gilt das göttliche Versprechen. Körper und Geist dürsten nach lebendigem Wasser. In der Taufe ist es zum Sakrament geworden. In allen Lebensvorgängen ist es die verbindende Ursubstanz, überall anwesend, Quelle des Lebens. Obzwar selbst ohne Gestalt, vermittelt Wasser die Gestaltung aller Lebensprozesse und hat so teil an allen Geheimnissen des Lebens. Ein Studium des Lebens muss immer auch Studium des Wassers sein, aus dem alles gekommen ist. Mythische Vorstellungen bewahren die anrührende Wahrheit der Geschwisterlichkeit alles Geschaffenen, die heute als Netzwerk der Biosphäre beschrieben wird. In allen großen Kulturen der Menschheitsgeschichte war das Wasser heilig und in seiner Reinheit unantastbar. Ihm wurde Verehrung entgegengebracht, denn es wurde als mit den höchsten Gottheiten verbunden erlebt. Doch schon Plato beklagte das Abholzen griechischer Wälder und die dadurch verursachte Störung des Wasserhaushaltes. Was wäre die griechische Antike ohne ihre heiligen Haine, ihre Quellen und Flüsse? Ihr Verfall beginnt mit dem Entwalden der Berge. Dieser tragische Vorgang hat sich in der Geschichte oft wiederholt: Die verlorene Ehrfurcht vor dem Wasser spiegelt den Verlust des Lebenselements. Verfallene Bewässerungsanlagen haben das Schicksal zukunftsloser Gesellschaften besiegelt. Getrübte Wahrnehmung ist ein Kennzeichen ihrer Gefährdung. Aber bei Gott hat alles gut angefangen. Er sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. (Gen. 1, 9)

II

Wie steht es um unsere alltägliche Wahrnehmung? Wir sehen den Wasserstrahl, der sofort im Abflussloch verschwindet. Wir ergötzen uns am Nassen in der Wanne, unter der Dusche und im See. Aber ist das nicht banal? Staunen setzt erst ein, wenn es abgestellt worden ist, der Keller unter Wasser steht oder wieder ein Schild „Badeverbot“ an einem bisher noch sauberen See aufgestellt worden ist. Wir sollten ab und an das frische Wasser im Freien aufsuchen und es bewundern, wie es quick über Steine rinnt, in Wellen hüpft, Wirbel bildet, vertropft, silbern perlt, plätschert, rieselt, unter Wurzeln murmelt. Wasser, wie es Formen schafft, im Sand am Meer, im ausgewaschenen Fels, im Eis, und nach dem Frühlingsregen mit Blütenstaub Ornamente bildet. Indem wir beobachten, wächst Einfühlungsvermögen. Waches Staunen lässt Ehrfurcht und Verantwortungsgefühl keimen. Nur solche Haltung wird den Willen aufbringen, Schädigung nicht zu verdrängen, Wissen anzueignen und schöpfungsgemäßer zu leben.

III

Und Gottes Verheißung geht weit darüber hinaus: „Denn drei sind, die das bezeugen: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen überein. (1. Johannesbrief 5, 7 + 8). Geist und Wasser und Blut sind im johannäischen Christentum die drei großen Symbole, welche die echte Nachfolge im Geist Christi verbürgen. Danach war Jesus ein Mensch von Fleisch und Blut, und sein guter Geist taucht Menschen noch heute ein in den Strom seiner Geschichte. Das Wasser des Lebens erlangt ein Christenmensch freilich nicht als Märchenheld. Es bleibt ein unverdientes Glück, getauft zu werden – ein Akt Gottes aus Liebe. Äußerlich wird vollzogen, was innerlich geschieht. Keine Flammenschrift erscheint am Himmel. Das spirituelle Zeugnis der Einmaligkeit Jesu wird nicht unter die religiösen Sensationen eingereiht. „Aber wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich“ (1. Johannesbrief 5, 10). Aus den Erfahrungen des ersten christlichen Jahrhunderts weiß der Schreiber des Johannesbriefes nur zu gut: Diesen Gott des Wassers, des Geistes und des Blutes Jesu erkennen keineswegs alle. Das Zeugnis der Kinder Gottes wird oft genug verworfen. Es ist der paradoxe Preis der menschlichen Freiheit, dass Gott sich selbst zum Lügner machen lässt von denen, die Jesus misstrauisch oder gleichgültig begegnen.

IV

Die Liebe Gottes ist nicht einfach naturgegeben. Dass sie wahr ist, bezeugt Gott in der persönlichen Erfahrung des Glaubens. Die Liebe ist Gottes lebendige Quelle für seine Geschöpfe, und Jesus Christus steht dafür ein. Er bringt es ans Licht und erfüllt, was Menschen keimhaft in sich tragen: ein religiöses Anlehnungsbedürfnis an den Vater, eine uferlose Liebe, die über sich selbst hinausdrängt, eine Heil suchende Sehnsucht, die nach dem Himmel greift. Wer am Sohn hängt, der gewinnt ewiges Leben. „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“

Mehr zum Autor Aribert Rothe

Zusammen mit seiner Frau macht er Angebote zur Erwachsenenbildung. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.rothe-bildung-und-beratung.de.

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